Unabhängig davon, ob Sie bereits als Escort arbeiten oder planen, eine Tätigkeit in Wien aufzunehmen, ist es wichtig, dass Sie Ihre Rechte und Pflichten kennen und wissen, welche Unterstützung Ihnen zur Verfügung steht. Österreich ist eines der wenigen Länder, in denen Sexarbeit und Escort-Dienste legal sind, und das Gesetz soll Ihre Sicherheit, Ihren Schutz und Ihre soziale Absicherung gewährleisten.
Hier finden Sie einen Überblick darüber, was Sie wissen müssen, wenn Sie in der österreichischen Hauptstadt als Escort arbeiten möchten.
Rechtlicher Hintergrund
Die Prostitution in Österreich wurde seit den 1970er Jahren schrittweise entkriminalisiert:
- 1986 - Sexarbeiterinnen mussten Einkommenssteuer zahlen.
- 1997 - Mit dem Gesetz zur Änderung des Arbeits- und Sozialrechts wurden Sexarbeiter in die Kranken- und Rentenversicherung aufgenommen.
Die örtlichen Vorschriften können von Stadt zu Stadt unterschiedlich sein, aber in Wien, gibt es klare Regeln, an die sich Begleitpersonen und Sexarbeiter halten müssen.
Regelungen für SexarbeiterInnen in Wien
Sexarbeit ist legal für Erwachsene über 18 (bzw. 19 in einigen Regionen), sondern muss die Anforderungen erfüllen:
- Anmeldung bei den örtlichen Behörden (polizeiliche Registrierung).
- Regelmäßige Gesundheitskontrollen - die gemeinhin als “grüne Karte” oder “Deckel” bezeichnet wird.”
- Betrieb an zugelassenen Standorten - Die Arbeit von der eigenen Wohnung aus ist illegal und kann schwerwiegende Strafen nach sich ziehen.
Verwaltungsgrundlagen für Begleitpersonen
Auch wenn Sie selbständig arbeiten, gibt es einige wichtige Schritte zu beachten:
- Wohnsitznachweis - Besorgen Sie sich einen “Meldezettel”, der Ihre Adresse in Wien bestätigt. Dieser wird in der Regel von Vermietern für Langzeitmieten ausgestellt.
- Steuern & Versicherung - Als Selbständiger kümmern Sie sich selbst um Ihre Steuern und Sozialversicherung. Agenturen vermitteln nur Buchungen; die Bezahlung bleibt bei Ihnen.
- Sprachliche Unterstützung - Viele Verbände bieten Beratung in mehreren Sprachen (Englisch, Rumänisch, Bulgarisch, Arabisch, Ungarisch, Spanisch usw.), um Sie bei der Bewältigung der rechtlichen und administrativen Anforderungen zu unterstützen.
Unterstützung und Beratung
Mehrere Organisationen in Wien bieten kostenlose, vertrauliche Unterstützung für Sexarbeiter, einschließlich Begleitpersonal:
- Berufsvertretung Sexarbeit – Website, kontakt@berufsvertretung-sexarbeit.at, Oelweingasse 6-8, 1150 Wien, +43 681 81716164
- Lena – Website
- La Strada International – Website
Sie können bei Rechtsberatung, Gesundheitsfragen, Sicherheit und Rechten am Arbeitsplatz helfen.
Sicherheit und Rechte
Niemand kann Sie zwingen, etwas zu tun, was Sie nicht tun wollen. Ihr Rechte umfassen:
- Auswahl der von Ihnen angebotenen Dienstleistungen und der Kunden, die Sie annehmen.
- Ablehnung von sexuellen Dienstleistungen, Kunden oder Arbeitsbedingungen.
- Sicheres Arbeiten (Kondome, Hygiene).
- Schutz Ihrer persönlichen Daten, medizinischen Unterlagen und Zahlungen.
- Schutz vor Drohungen, Nötigung oder Gewalt.
Notrufnummern in Österreich
Es ist wichtig, dass Sie die örtlichen Notfallkontakte kennen:
- Polizei: 133 (oder +43 133 aus dem Ausland)
- Ambulanz: 144 (oder +43 144 aus dem Ausland)
- Österreichisches Frauentelefon (bundesweit): 0800 222 555 - kostenlose, anonyme Unterstützung für von Gewalt betroffene Frauen in ganz Österreich.
Letzte Tipps
- Arbeiten Sie immer in zugelassenen Räumen.
- Halten Sie Ihre Zulassungs- und Gesundheitskarten auf dem neuesten Stand.
- Denken Sie daran: Sie sind Selbstständige, Damit haben Sie die Kontrolle über Ihre Arbeit, Ihr Einkommen und Ihre Sicherheit.

